Sie sind hier: Startseite Nachrichten AMNOG-Einsparpotenzial 2012: 29 Mio. Euro
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

AMNOG-Einsparpotenzial 2012: 29 Mio. Euro

26.02.2013 13:06
Ob das AMNOG die von der Regierung gewünschten Einsparpotenziale - immerhin zwei Milliarden Euro pro Jahr - jemals wird erfüllen können, steht in den Sternen. Die Innovationen jedenfalls werden die hohen Erwartungen der Politik auf keinen Fall erfüllen können, die Potenz hätte nur der Bestandsmarkt.

Wenn man die bisherigen preisverhandelten Wirkstoffe betrachtet, die bereits im Lauer gelistet sind und sich die dazu gehörenden Verordnungszahlen des Jahres 2012 ansieht, erkennt man auf einen Blick die wirkliche Dimension: Eingerechnet der Markteintrittsdaten summiert sich für das abgelaufene Jahr ein eher mageres Einsparpotenzial von rund 29 Millionen Euro. Würde man das Einsparpotenzial auf das ganze Jahr projezieren, käme man auf ein Gesamt-Einsparpotenzial zwischen 52 und 104, wahrscheinlich aber auf rund 87 Millionen Euro.

Wie auch immer: Vom 2-Milliarden-Sparpotenzial ist das Instrument AMNOG noch recht weit entfernt, wie eine aktuelle Tabelle zeigt, die in der kommenden Ausgabe von Market Access & Health Policy (02/13) erscheinen wird, in der exklusiv für Abonnenten (zu finden dann im Archiv auf www.marketaccess-online.de) auch die jeweiligen Erstattungsbeträge sichtbar sein werden. Ein Abo lohnt sich mehr denn je!

Die gewünschten vielen Spar-Milliarden fließen erst, wenn der Bestandsmarkt (von Medikamenten, die vor dem 1. Januar 2011 in den Verkehr gebracht worden sind) aufgerufen ist. Doch hier tut sich der G-BA mehr als schwer, wie der erste aufgerufene Markt - der Gliptine - zeigt. So wurden die Fristen für Bestandsmarkt-Dossiers im Wege einer von Novartis angestrengten Zwischenverfügung mit Beschluß durch den 7. Senat des LSG Berlin-Brandenburg bis zum 31. März verlängert, um keine Wettbewerbsverzerrungen aufkommen zu lassen.


In diesem Zusammenhang warnte Hecken vor den Folgen, falls sich Pharmaunternehmen mit dieser Interpretation durchsetzten. Hecken zur FAZ: „Wenn wir die schon eingeführten Medikamente nicht bewerten können, dann entgeht den Kassen dauerhaft ein Einsparvolumen von mindestens drei bis vier Milliarden Euro im Jahr.“

Artikelaktionen