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Hevert-Arzneimittel stellt CSR-Projekt in Brüssel vor

09.10.2012 14:53
Anlässlich einer Strategieüberarbeitung der Europäischen Kommission organisierte die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) am 25. September eine Podiumsdiskussion zum Thema „Corporate Social Responsibility – Beitrag für ein gerechteres Europa“ in der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz in Brüssel. Hevert-Arzneimittel war eingeladen an der Diskussion teilzunehmen. Für Hevert diskutierte Dr. Tilmann Laun mit Vertretern aus Industrie, Politik, Gewerkschaft und Forschung über die Möglichkeiten kleiner und mittelständischer Unternehmen sich dem Thema Unternehmensverantwortung zu nähern.

Corporate Social Responsibility (CSR), zu Deutsch gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen, rückt seit Jahren in den Fokus des öffentlichen Interesses; Nachhaltigkeitsberichte legen die Anstrengungen von Unternehmen auf dem Weg zu mehr Verantwortung offen. Wie wichtig sozial nachhaltiges Wirtschaften ist und dass es ein Wettbewerbsvorteil sein kann, betont nun auch die Europäische Kommission. Deshalb hat sie ihre Strategie für die soziale Verantwortung der Unternehmen überarbeitet.

Diese Überarbeitung war nun Anlass für eine Podiumsdiskussion der ZIRP, um gemeinsam mit Vertretern aus rheinland-pfälzischen Unternehmen sowie der Europäischen Union Potenziale und Probleme von CSR zu diskutieren. Dr. Tilmann Laun, Leiter Quality Operations/QP und Leiter des Hevert CSR-Teams, vertrat gekonnt die Position des mittelständischen Arzneimittelherstellers.

„Ein Mittelständler wie Hevert-Arzneimittel kann sicher nicht die gleichen finanziellen Mittel wie eine BASF in CSR-Aktivitäten investieren. Allerdings können wir durch das Bottom-up-Prinzip bei der Einführung unserer Strategie zur Unternehmensverantwortung und die damit verbundene sehr enge Einbindung unserer Mitarbeiter quasi auf ein ‚130-köpfiges CSR-Team‘ zurückgreifen – da hat es vermutlich selbst die Großindustrie schwer mitzuhalten“, erläuterte Tilmann Laun die Hevert Vorgehensweise.

„Von Beginn an haben wir bei Hevert auf aktive Mitgestaltung der Mitarbeiter großen Wert gelegt. Der Vorteil: Die Zusammenstellung der Maßnahmen und die Vergabe der Prioritäten orientieren sich heute sehr eng an den tatsächlichen Bedürfnissen des Unternehmens“ wie Dr. Laun ausführte. „Damit kommt das ‚Wichtige und Eilige‘ zuerst an die Reihe, auch wenn andere Maßnahmen vielleicht öffentlichkeitwirksamer gewesen wären.“

Auf die Frage, ob CSR-Maßnahmen EU-weit vergleichbar, messbar oder verpflichtend werden sollen, antwortet Tilman Laun mit einem Augenzwinkern: „Messbarkeit ist in meinen Augen unerlässlich, vielleicht auch weil ich als Qualitätsmanagement-Beauftragter hierfür sehr anfällig bin.“ Dann ernster „Wir verstehen CSR als ‚Management-System‘, was eine kontinuierliche Weiterentwicklung bedeutet. Um Position, Kurs und Geschwindigkeit auf diesem Weg bestimmen zu können, brauchen wir messbare Kennzahlen.“

Ob diese ohne weiteres einen mittelständischen Hersteller von Arzneimitteln und einen internationalen Autokonzern vergleichbar machten, bezweifle er allerdings. „Einer Verpflichtung stehe ich kritisch gegenüber, denn dann verschwimmt die Trennung zwischen Regulatory Compliance und dem freiwilligen sozialen und gesellschaftlichen Engagement. Das eine muss ich als Kunde voraussetzen können, das andere hebt mich von der Konkurrenz ab. Schlussendlich muss soziales Engagement aber aus Überzeugung heraus stattfinden.“

BU: Dr. Tilmann Laun (r.) stellt das Hevert CSR-Konzept vor.

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